Über das Buch und Drehbuch

"Wurm im Kopf" erzählt die Geschichte eines ehemaligen Auswanderers aus der DDR.

Jens Steiner kämpft zunächst in der DDR um seine Ausreise und bezahlt dafür mit Folter und einer zersetzten Seele. Die Bedingungen vor und während Haft und Vernehmungen zerreißen seine junge Seele. Körperliche Folter hinterlässt bei ihm nachhaltige und sichtbare Spuren.

Fluchtversuche und Bedrohungen mit dem Tod zermürben ihn und hinterlassen Angst und Misstrauen.
Sein Kampf geht weiter, als er in der Bundesrepublik bei den Versorgungsämtern die Anerkennung all seiner Haftschäden beantragt.

Diese lehnen zunächst alles ab. Erst nachdem er einen Prozess gegen das zuständige Versorgungsamt anstrengt, lenkt dieses ein und erkennt wenige seiner Haftschäden an.

Dem Amt gewogene Gutachter spielen die Folgen herunter, listige Beamte nutzen jede Gesetzeslücke und Uneindeutigkeit, um sich aus der Verantwortung zu ziehen. Man verlangt sogar von ihm die Vorlage von Zeugenaussagen und Geständnissen der Täter.

Petitionen an die Bundesregierung und die Landesvertretungen bleiben ungehört oder werden mit Ausreden beantwortet. Sogar der Petitionsausschuss der Europarates erklärt sich nicht für Zuständig.

Die Jahrzehnte dauernde Verschleppungstaktik und vielfache Ablehnungen löst er schließlich auf, ehe er sich das Leben nimmt.

Eine auf Tatsachen basierende, tragische Geschichte, die in der Bundesrepublik auch noch heute von Flüchtlingen und Vertriebenen erlebt wird.